Diagramme und Verse zur spirituellen Entwicklung

 Dorf der Möglichkeiten – Zimmern e.V.

Ulrich Meinel

Diagramme und Verse zur spirituellen Entwicklung

Kleine Inspirationen und Anregungen zum Nachdenken

Diagramm zum Mechanismus wie Qi durch unseren Körper fliesst

diagramm zum mechanismus wie qi durch unseren koerper fliesst

1 rechte Hand
2 Befehlsstelle (General)
3 linke Hand
4 reines Qi
5 erteilen Befehl ausführen
6 der Platz an welchen die gesamte Körperenergie Qi zurückkehrt
7 linkes Bein
8 unreines oder schlammiges Qi
9 absteigend
10 rechtes Bein
11 dieser Stelle ähnelt einer Versammlung der Infanterie und Pferde
12 Bewusstsein
13 aufsteigend

1 Geist / Herz 
2 Dan Tian 
3 Akupunkturpunkt Hui-Yin

Der Philosoph Mencius sagt: "Das Wollen befiehlt das Qi, welches unseren ganzen Körper ausfüllt bis hinein in unser Herz und unseren Geist. Qi ist wie der General (2) eines Infanterieregiments"
Der General gibt die Befehle und die Truppen (5) führen sie in folgender Reihenfolge gehorsam aus: das klare und reine Qi (4) steigt in die Hände auf, während schlammige, unreine Qi (8) über die Füsse aus unserem Körper entweicht. Das Qi welches natürlich steigend in unsere Finger fließt ist das wahre Qi. 
Fließend mit dem unreinen Qi welches entweicht, fließt das gesamte Qi wie durch zwei Holzpfähle die alle Teile und inneren Organe unseres Körpers miteinander verbinden. 
Das Qi wird im Fluss zu realer Energie gewandelt. Der Start erfolgt an den Innenseiten der Unterarme und die Kraft pflanzt sich spiralförmig in die oberen und unteren Gliedmaßen unseres Körpers fort

Diagramm der drei Kräfte (San-Cai)

Diagramm der drei Kräfte

Himmel, das pure Yang
Mensch, halb Yang und halb Ying
Erde, das pure Ying

In den alten Zeiten, erstellten die Weisen eine vollständige Liste über Vorschriften von dem, was richtig und wichtig für die vollständige Entwicklung der Natur unter freiem Himmel ist. Diese Vorschriften bildeten die Grundlage zur Unterscheidung der Dinge nach ihren natürlichen Eigenschaften und nach Gut und Böse. Mit Natur meinten sie die Natur des Menschen und die Dinge welche die Natur (alles unterm freien Himmel) dem Menschen zur Verfügung stellt. Von der Natur zur Verfügung gestellt meint den natürlichen Weg wie die Natur selber alles für sich arrangiert (auf einander abgestimmt regelt) auf ihre Art im Gleichgewicht hält. 

Daher sagen wir, dass die Art und Weise in der Anordnung begründet liegt; in dem was wir bezeichnen mit der Art und Weise wie die Dinge in der Natur ihr Zusammenwirken untereinander natürlich und ausgeglichen regeln. Das darf nicht verwechselt werden mit dem Weg des Himmels oder dem Dao. Wie und warum die Natur sich so selber regelt blieb den Weisen verborgen. Wie erhalten wir das Wissen vom Dao? 

Das Buch der Wandlungen (I Ging) wurde in Übereinstimmung mit den Grundsätzen von Himmel und Erde geschaffen. Es zeigt uns damit den wirklichen Verlauf der Dinge zwischen Himmel und Erde und zwischen ihnen. Der Himmel und die Erde, durch ihre bereits zugeteilten (kosmischen) Positionen, spiegeln die Natur in allen ihren unzähligen Dingen und Wechselwirkungen wieder. 

Nachdenken über den Verlauf, den Weg und die Erscheinung (dem Ausdruck) aller unzähligen Dinge, sahen die Weisen als ihre Aufgabe an. Nachdenken über den Lauf der Dinge im Himmel und auf der Erde sahen die Weisen als die Aufgabe vom Himmel und der Erde an. In seiner Weite und Größe, zeigt uns der Himmel den Weg des Himmels. In seiner Breite und Größe der Erde zeigt uns die Erde den Weg des Universums. Das ist die Vereinigung von Himmel und Erde. In ihrer Weite und Größe, existiert zwischen Himmel und Erde alles nebeneinander. Das zeigt uns die Wege, die natürliche Art und Weise der unzähligen Dinge unserer Welt. 

In seiner Weite und Größe, kann der Mensch alles erkennen, den Weg aller Dinge zwischen Himmel und Erde. Darum, wer den Weg aller Dinge in der Welt erkennt der kann den Weg der kleinen Leute, deren Fähigkeiten zur grenzenlos ausgedehnten Verwirklichung im wahren Zustand des Himmlischen verstehen. Ein Wesen mit himmlisches Fähigkeiten (ausdehnend, ohne Grenzen) zu sein bedeutet Verständnis für den Weg aller Menschen zu haben. Das nennt man Weisheit. 

Seit der Himmel in der Lage ist die unzähligen Dinge zu teilen, nennen wir ihn expandierend und unendlich. Seit der Weise die Unterschiede der Menschen kennt nennen wir ihn weise. Da die Art vieler Menschen mit der Natur und alle Dinge in der Welt vergleichbar ist, unterscheiden die Weisen nicht mehr zwischen ihnen sondern folgen der Einheit (Dao). Denn dieser Weg steht in Übereinstimmung mit der Grenzenlosigkeit, der Unendlichkeit des Himmels. Dies ist der Grund warum sehr viele Menschen dieser Einheit (dem Dao) folgen. Denn hier findet sich die Übereinstimmung aller Dinge unterm Himmel. Die Menschen des Universums und alle unzähligen Dinge finden so zur Einheit. Um dieses Prinzip zu verstehen, heißt es: die Fähigkeit des grenzenlosen Himmels. In der Natur manifestieren sich die Menschen und die Myriaden der anderen Dinge. In der Einheit (Dao), in der vollen Übereinstimmung, erhält alles eine Fülle an Nahrung über alle Jahreszeiten hinweg. Wenn die Weisen über die Wandlungen und Veränderungen in Klassik und ihren Gedichten über die Jahreszeiten hinweg berichten ohne sich mitreißen zu lassen von den Strömungen dieser Veränderungen und sich somit an den Regeln und Ordnungen des Himmels erfreuen. Dann werden sie gesegnet und sich schließlich in himmlische Wesen verwandeln. Die Weisen waren nicht die geistigen Wesen unter dem Himmel. Wie konnten sie also gefunden werden und all diese Dinge tun: "Es liegt begründet im Wohlwollen ihrer Handlungen, sie wussten diese zu verbergen und ihre Energien dadurch zu schonen und zu speichern“ Die Weisen liefern den Reiz an alle Menschen in der Welt, denn keiner möchte gerne die Sorgen des gemeinen Volkes besitzen. Vollkommen sind der Weisen reichlich vorhandenen Tugenden und die Größe ihrer Vorräte. Das wollten sie als ihre eigentliche Aufgabe dem Volk bekannt machten. Die Natur des Menschen, ist eine Schöpfung des Himmels und wird von ihm fortwährend mit gutem Willen gerecht aufrecht erhalten. Das was als Ergebnis der Schöpfungsbewegung erfolgt ist Güte, diese zeigt sich in ihrer Vollständigkeit in der Natur des Menschen und aller Dinge. Die Wohlwollenden können das erkennen und nennen es Wohlwollen. Die Weisen sehen es und nennen es Weisheit. Das gemeine Volk handelt täglich danach aber hat bis heute keine Kenntnis davon. So ist es, dass der Lauf der Dinge aus der Sicht der höheren Wesen gesehen wird und auch hier nur von wenigen. 

Daher sind alle für uns sichtbaren Modelle oder Figuren, niemals vollständiger als das was der Himmel und die Erde liefern. Alle Dinge die andere Dinge verändern und erweitern sind nicht einflussreicher als die vier Jahreszeiten; Alle Dinge die uns der Himmel in Klarheit und Helligkeit zeigt sind nicht größer als Sonne und Mond Von den geehrten und erhöhten (die obere Schicht) ist niemand wichtiger als die Reichen und Vornehmen (Noblen). Und zur Herstellung von Dingen für den praktischen Gebrauch, und die Erfindung und Herstellung von Instrumenten zum Nutzen aller unter dem Himmel gibt es keine größeren als die Weisen.

In Übereinstimmung mit diesen Erkenntnissen, betrachten die Weisen die glänzenden Erscheinungen des Himmels und prüfen die endgültige Regelung der Erde. Damit sie das Wissen erlangen für die Ursache der Dunkelheit auf der Erde und das Licht des Himmels, und die Ursachen für alles Dunkle und Helle. Sie verfolgen die Dinge von ihrem Anfang bis ans Ende. Sie sehen, wie die Vereinigung der geistigen Substanz (Shen) und der Lebensenergie (vitaler Atem - Qi) die Dinge bildet, und wie das Verschwinden oder die Wanderung (weg von der Seele, dem Ursprung) Änderung der Verfassung der Dinge mit sich bringt. Sie kennen die Eigenschaften der Dinge (lei), und die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren, Götter und Geister. Der Vorteil dieser Eigenschaften erschließt sich in den äußeren und inneren Angelegenheiten und heißt Shen (Geist). Daher sollten die Weisen, in vollem Umfang den Weg des Himmels verstehen und mit eindeutiger bestimmter Erfahrung die Menschen, die Völker mit Vorsicht und Ehrfurcht zur Reinigung ihrer Herzen führen. Wodurch mehr Spiritualität, Intelligenz und gute Tugenden entwickelt werden. Die wichtigste Eigenschaft (größtes Attribut) des Himmels und der Erde ist das Geben und die Erhaltung des Lebens. Das wertvollste für den Weisen ist es, die höchste Stelle der Edlen und Fürsten zu unterstützen, so dass er/sie menschliche Vertreter des grenzenlosen Himmels und der Erde sein kann/können.

Aus dem Buch von Chen Xin "The Illustrated Canon of Chen Family Taijiquan" 
In 2008 ins deutsche übersetzt von Ulrich Meinel

Die fünf Eigenschaften

ein Vers aus dem alten Stil des Taijiquan

Der Bereich der Prinzipien lässt keinen Spielraum. 

Aber Sie finden die direkten Verbindungen mit Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit. 

Über drei Jahre nicht aus dem Hof zu gucken (nicht an die Öffentlichkeit gehen). 

Auf den einzigen Willen und Geist konzentriert; es ist notwendig dies selber zu praktizieren (üben) 

Einem guten Meister folgend sowie sich Besuche zu würdigen (wahren) Freunden auszahlen. 

Befolgen Sie die gängige Praxis (die Unterweisungen) in jeder Hinsicht und ein schwacher Schimmer der Erleuchtung wird anbrechen (wird sich entfachen). 

Die nächste Ebene ist tiefer als die vorherige (der vorherige Schritt), aber die Bedeutung aller (aller Ebenen) ist unergründlich (unendlich). 

Öffnende Momente beim Schließen; abwechselndes Schließen und Öffnen, in dieser Reihenfolge.  

Manchmal fühlen sie sich schon wie ein Sieger sie können einfach mit dem Üben nicht mehr aufhören.  

Trotzdem sollten sie viel Zeit verwenden und ihre Bemühungen verstärken, und Ihr Wissenstand wird täglich wachsen. 

Und wenn es kein Hindernis gibt, werden Sie plötzlich die große Leerheit feststellen (erfahren, erleben).

Aus dem Buch von Chen Xin "The Illustrated Canon of Chen Family Taijiquan" 
In 2008 ins deutsche übersetzt von Ulrich Meinel

Darstellung von Wuji oder der Leere

Darstellung von Wuji oder der Leere

Der leere Kreis symbolisiert die Leere (das Nichts, den Ursprung).

Jetzt können wir uns fragen warum das so ist. 

Es ist ganz einfach: der Himmel, die Erde und die tausenden andere Dinge darin sind aus dem Nichts entstanden (existierten nicht) und sind durch ihre Entstehung zu etwas existierendem geworden. 

Aber einmal im Leben hatten alle die tausenden Dinge ihren Ursprung, bis sie dann zu den unzähligen (der unendlichen Anzahl) wurden. 

Dies entspricht genau der Taijiquan Praxis: der Ursprung der Fähigkeiten ist das Nichts, aber nachdem wir ein ein paar Techniken gemeistert haben und anwenden können beginnt die Erarbeitung (Kultivierung) des Zustandes vom "nicht gedachten Denken" (nicht nutzen der Gedanken und des Geistes)) benannt mit Wu Xin. Wu Xin ist der Zustand in dem die inneren Veränderungen das sichtbare ersetzen ohne den Weg aus den Augen zu verlieren. 

Deshalb geht das was existiert zurück zu dem was nicht existiert; auch bekannt als die Farbe ist aktuell farblos; was auch bekannt ist als das farblose ist farbig und so ist das farbige Farblose gleichbedeutend mit dem farblosen Farbigen 

Der leere Kreis beinhaltet all dies auf einmal. 

Aus dem Buch von Chen Xin "The Illustrated Canon of Chen Family Taijiquan" 
In 2008 ins deutsche übersetzt von Ulrich Meinel

Verse über die Taijiquan Methode den Seidenfaden Kokon zu wickeln

Vers 1 
Bewegung ist die Geburt des Yang, während Yin die Geburt der Ruhe ist; 
Bewegung und Ruhe haben beide die gleiche Quelle. 
Das herausfinden der Mitte des Kreises bereitet Freude, die Wahrheit in den ständig kreisenden Bewegungen wird erkannt. 

Vers 2 
Yin und Yang haben weder Anfang noch Ende; 
Das ist der Mechanismus unserer Natur, die ständige Entwicklung von Veränderungen. 
Zum Beispiel im fort währenden Kommen und Gehen oder Zusammenziehen und Ausdehnen. 
So wachse und sinke um die Wahrheit zu erkennen, drehe frei und rund. 
Die Bewegungen sind weich und agil. 

Vers 3 
Manches Mal ist alles klar, und dann auch wieder nicht: 
Schliessen und Öffnen, Hängen, Kleben, Reißen, Hochheben
Alles ist verbunden, Alles erfolgt im Kreis. 
Viel Arbeit ist zu tun um in ständiger Verbesserungen die Bewegungen zu „schnitzen und polieren“ bevor Klärung und Erleuchtung sich einstellen. 
Aber die plötzliche Eingebung ermöglicht den Einblick wie durch ein klares Glas der Durchblick, das Sehen vollkommen wird. 

Aus dem Buch von Chen Xin "The Illustrated Canon of Chen Family Taijiquan" 
In 2008 ins deutsche übersetzt von Ulrich Meinel

Achteck Diagramm der externen Taijiquan Form

Achteck Diagramm der äusseren Taijiquan Form

Folgen wir dem Beispiel von Luo Shuo (den Luo River Niederschriften), dann beinhaltet das Taijiquan zur Aufrechterhaltung der äußeren Form Aktionen auf der Basis des Achtecks. 

Luo Shuo stellt die äußere energetische Struktur in Form des Achtecks dar. Dies zeigt auch seine Aussage: “dein Wissen sucht nach den Kreisen während deine Aktionen das Achteck lieben“ 

Äusserlich ist die Taijiquan Struktur dem Achteck zuzuordnen, die inneren Strukturen des Taijiquan ordnen wir der Rundheit, dem Kreis zu. 

Daher ist der obere Teil unseres Taijiquan Körpers rund und der untere eckig. Das Achteck ist die Taijiquan Form, der Kreis unser Geist (unser Empfinden) 

Unabhängig von allem sollte das jeder Taijiquan Übende wissen. 

Im Üben des Taijiquan sind die meisten Bewegungen der Formen schräg und rund während sie in sich (unsichtbar) achteckige Elemente beinhalten. 

Das achteckige Diagramm zeigt uns die Basis der Spiral Form des Taijiquan. 

Die kreisförmige Bewegung wird ausgeführt als Ergebnis des Zusammenspiels von Kreis und Achteck.

Dieses Prinzip zeigt uns die Verbindung des Achtecks zum Kreis als die Basis für das hier dargestellte Achteck Diagramm. 

Aus dem Buch von Chen Xin "The Illustrated Canon of Chen Family Taijiquan" 
In 2008 ins deutsche übersetzt von Ulrich Meinel

Die sichtbaren Formen des Himmels und der Erde

Die sichtbaren Formen des Himmels und der Erde

Bezug nehmend auf die Aussage des in Kultur gebildeten Herrn Fu Xi, symbolisieren die sichtbaren Formen des Himmels und der Erde hohe Berge im Nordwesten und eine große Ansammlung von Wasser im Südosten. Das Zusammentreffen, die Überschneidung dieser beiden Gegensätze (das Zeichen des Himmels Xu und das Zeichen der Erde Hai) führen zu der im Diagramm abgebildeten Formgebung. Das lässt gleichzeitig feststellen, dass keine von beiden dem anderen Schaden zufügt. Im Diagramm sehe wir auch den Flussauslauf des Qi, auch bekannt als Lebensenergie der Natur. Qi kann aber auch interpretiert werden als vorgeburtliches Qi. Der Punkt 1 (rechts oben) im Diagramm zeigt den Start, den Beginn aus dem "Gefrorenen" Qi heraus hin zum Punkt 2 (unten links) welcher das warme das vollständige Qi des Frühlings zeigt. 

Der Himmel empfängt seine Position vom darüber, er hat seine Position im Nordwesten. Während die Erde ihren Sitz in der Nähe vom Südosten hat. Anlehnend an die Begriffe der Feng Shui Theorien ist der "Weiße Tiger" auf der rechten Seite des Diagramms, der ältere Teil des "Taiji" Motivs. 

Betrachtet aus der Historie heraus, erhielt der älteste Sohn von König Wen nicht die "Zügel" der Regierung für das Königreich unter dem Himmel, welches weiter gegeben wurde an die von einer Konkurbine geborenen Königskinder und Enkel. 

Nach dem Willen der Führenden soll es eine Person mit großen Fähigkeiten sein, der Sage nach die Lebenszeit verbringend im Nordwesten auf der schönen Seite der Berge, dessen erhabene Gipfel den Himmel teilen. 

Vom kommerziellen Standpunkt her finden wir Geld und Reichtum in den Weiten vom Südosten, in den Ansammlungen des Wassers und der Seen. 

Im Konzept des Frühlings bildet der Berg Taishan den zentralen Platz des gesamten Universums in dem sich Himmel und Erde vereinen. Er gilt als der Drehpunkt um den sich alle Dinge drehen, so unabhängig und hoch. Seit der Antike ist er die Heimat der Weisen. 

Es wurde gesagt das Konfuzius (551-479 v. Chr.) sich zum Berg Taishan begab. Als der die erhabenen Gipfel des imposanten Berges sah fragte er eine vorbei kommenden Wanderer: "was ist das für ein wunderschöner Berg dort?" Daraufhin erhielt er die Antwort:"Diese Gipfel sind der offizielle Wohnsitz der Könige" Am nächsten Tag machte Konfuzius einen Besuch im Tempel der Meng Familie (des Meng Clans). So geschah es das von dieser Zeit an die Familie von Mencius über Generationen hinweg auf dem Berg zu Hause waren. 

Vom klimatischen Blickwinkel betrachtet, starten die eisigen Jahreszeiten im Südwesten und breiten sich zum Nordosten hin aus, während die warmen, angenehmen Jahreszeiten im Nordosten beginnen und sich hin zum Südwesten ausbreiten. Die eisigen Jahreszeiten stehen in Beziehung zu (korrelieren) mit der Kälte, so ist dies die Periode in welcher viele Sagen geboren wurden. Die warme Jahreszeit steht in Bezug zur Hitze, daraus erklärt sich warum so viele reiche Leute in diesen Zeiten geboren werden. 

Mit Bezug auf das menschliche Temperament, neigen Menschen vom Nordwesten eher zu materialistischen Dingen und haben einen strengen Charakter. Deswegen können deren Herzen in Stücke zerbrechen. Es gibt viele Sagen über diese Leute. Die welche mit dem Südosten in Bezug stehen sind typischerweise schön, sanft und feinfühlig. Deswegen können derer Herzen nicht so leicht zerbrochen werden. Über diese Menschen gibt es nicht so viele Sagen. 

Alle geschäftlichen Tätigkeiten werden von Menschen verrichtet die in Bezug zum Himmel und der Erde stehen, egal ob in wärmeren oder kälteren Regionen. Im Winter bildet die Kälte den Schwerpunkt, im Frühling beginnt alles zu wachsen und zu gedeihen, im Sommer herrscht die Hitze, der Herbst wird kaltem Regen und Winden besetzt. Wenn der Himmel eine lange Zeit wolkenlos ist so gehört gleichermaßen eine Zeit des bewölkten und bedeckten Himmels dazu. Das ist der Grund warum es eine Regierung und Straftäter (gute und schlechte Menschen) gibt und Menschen die sich der Langlebigkeit erfreuen und andere die früh sterben. Diejenigen die dies wissen können die Änderungen des Schicksals überleben ohne dem Himmel oder andere die Schuld daran zu geben. 

Im Hinblick auf das "Taiji" Boxen bedeutet dies, bevor ein guter Schlag ausgeführt werden kann benötigt dies eine Erfolg versprechende Ausgangsposition und einen stabilen Stand. Auf keine Fall bedeutet ein stabiler Stand: das wir höher als der Gegner stehen. Statt dessen bewegt sich unserer Arm als ersten nach oben (im Nahkampf). Sich nach oben bewegt meint eine höhere Position im Hinblick auf den Gegner zu erreichen. Sieg oder Niederlagen hänge von dieser einfachen Regel ab, ebenso wie der Grad der entwickelten Gong-Fu Fähigkeiten welche widerum auf der Kulitiverung des Qi beruhen. Für eine erfolgreiche Anwendung kann die innere Energie zu jedem Zeitpunkt, in jeder Position und in Abhängigkeit der Notwendigkeiten auf- und wieder abgebaut werden. 

Aus dem Buch von Chen Xin "The Illustrated Canon of Chen Family Taijiquan" 
In 2008 ins deutsche übersetzt von Ulrich Meinel

Ein Lied vom Taiji Diagram mit dem Kreis in der Mitte (Zentrum)

Ein Lied vom Taiji Diagram mit dem Kreis in der Mitte (Zentrum)

Ich habe einen Ball, er hat schwarze und weiße Farben. So gibt es zwei Zutaten welche das ganze Eine bilden. Er ist so groß das er sich nicht Umarmen lässt, und er ist so klein das er nicht gebrochen werden kann. Es gibt weder Anfang noch Ende, weder rechts noch links. Da sind acht Trigramme und neun Felder kreuz und quer nach unten verteilt. 

Die Gegenwart und Vergangenheit schauen nach vorne: Qian (der Himmel) und Kun (die Erde) befinden sich auf Ihren festgelegten Positionen oben und unten. Kaiser Yao und Shun, die Weisen Zhou und Konfuzius haben das Gericht (festgelegt) einberufen in dem ich spiele. Mein Streichinstrument klingt sonor und resonant. <br /> <br />Als Konfuzius feststellt: "Taiji besteht aus Yin und Yang und bestimmt das Glück und Unglück in vielen Fällen. Durch die sichtbaren Formen der Fünf Elemente (Wu-Xing), dem Geist (Shen) und den fünf ständigen Tugenden (Wu-Chang)"

Versuche die Richtungen (den Kompass) zu nutzen um vollständige Kreise und Rechtecke zu zeichnen. So wie es Mencius sagt: "Spiele damit, vergesse dabei nie die Verhältnismäßigkeiten (Maßstab). Die Bezeichnung dafür ist Feine Magnetische Energie. Diese wird groß und kräftig und beherrscht die ganze Welt. Dafür dürfen wir uns tief verbeugen vor dem legendären Kaiser Fu Xi."

In der vorliegenden Darstellung wurde die Integrität der Lehren des Weisen Zhou zum größten Teil beibehalten. Trotzdem gibt es einige kleinere Abweichungen. Das Diagramm von dem Weisen Zhou verzichtet auf einen Maßstab. Beim näheren hinschauen kann erkannt werden das es sich um das Hauptprinzip des Zhou Taiji Diagramms handelt. Ein Kreis in der Mitte des Diagramms verkörpert den Wesenskern des Taiji. Die Erklärung zum Diagramm ist völlig ausreichend ohne dass zusätzliche Bemerkungen erforderlich sind. 

Der Weg der Veränderung liegt in der oben genannten Yin-Yang Anordnung. Der Weg der Welt liegt im regieren von unruhigen Ländereien und im Bemühen nach Abhilfe der Unruhen zu schauen. Unser Wohlstand und Niedergang hängt an unserem Standort, den Bergen und Flüssen; Herzöge und Könige werden nach ihrer Aufrichtigkeit oder Unehrlichkeit beurteilt; soziale Bräuche werden von der Weitergabe von Generation an Generation bestimmt. Die Lehren und Fertigkeiten werden beeinflusst durch falsche und richtige Weitergabe (Kultivierung), Philosophien von Licht und Dunkelheit, klassische Arbeiten und Literatur von Reinheit und Ehrlichkeit, Schüler und Beamten durch ihren Rang, der Adel durch Vormarsch und Rückzug, Wohlbefinden durch die Starken und Abbau durch die Schwachen, das bürgerliche Volk durch seine Fähigkeiten, Arbeit und Ruhe, Reichtum und Steuern im Vollen und Leeren, Bevölkerung durch Zu-und Abnahme, Produktivität und Unglück durch gute Jahre, Normen und Gesetze durch detaillierte Vorschriften und kurze, niedrige Gräser und Bäume von den hohen, Speisen und Getränke durch ihre Menge. Deshalb gibt es nichts, was außerhalb des Diagramms stattfindet. 

Wie Meister Cheng Zi sagte: 
"Die Anordnung der tausend und abertausend Dinge zwischen Himmel und Erde muss im Zusammenspiel mit der Natur erfolgen und hier liegt nicht eines der Dinge außerhalb des Diagramms."

Die Erstellung des Diagramms zeigt das sich im sieben Tage Rhythmus Yang oder das Starke von der Grundlinie weg und wieder zurück bewegt. Dieser Rhythmus der Yang Bewegung ist ununterbrochen, fortwährend, entfernt sich nicht weiter, kehrt immer wieder zurück. Dieses Konzept regte die Denkweisen der idealisierten Philosophie in den Schulen von Konfuzius an. 

Aus dem Buch von Chen Xin "The Illustrated Canon of Chen Family Taijiquan" 
In 2008 ins deutsche übersetzt von Ulrich Meinel

Spiraldiagram der inneren Taijiquan Kraft

Spiraldiagram der inneren Taijiquan Kraft

Dem Beispiel von He-Tu (Diagram vom Gelben Fluß) folgend besteht Taijiquan aus dem Kreislauf der "Seiden Kokon Wickel" Methode welche, wie im Diagram dargestellt, die Zirkulation der inneren Kraft hervorbringt.

Das He-Tu Diagram zeigt die innere Organisation unseres energetischen Körpers, während das Konzept der Energierückgewinnung enthalten ist im Aufwickeln eines Seidenfades von beiden Enden dieses Taiji Kreises. Über das doppelte Wickeln des Fadens zieht sich das Diagramm doppelt schnell zusammen. Eine andere Form des doppelten Aufwickelns des Fadens führt zu rechteckigen Formen mit der Ausprägung von fünf, sechs, sieben, acht oder neun Ecken. Das eine bringt zwei hervor, zwei bringen drei hervor usw. Der Prozess der Erneuerung ist fortwährend und resultiert in der Erneuerung der Energien während dem Üben der "Seidenfaden Wickelmethode. Die alten Klassiker drückten es so aus:" Der Wechsel von Sonne und Mond verhält sich gleich wie der Prozess der Interaktion des Seidenfadens in der Vereinigung (Cuo) und der Umkehr (Zong), gewickelt über das Rad eines Kreises oder Rechtecks, entstehend aus ein und der selben Quelle, dem Kokon. 

Wie auch immer erklärt das Diagram nicht vollständig die Prinzipien der "Seidenfaden Wickelmethode" in soweit das alle vier Gliedmassen (Arme, Beine) während dem Üben des Taijiquan ebenfalls dazu beitragen das Prinzips dieser Methode umzusetzen. 

Aus dem Buch von Chen Xin "The Illustrated Canon of Chen Family Taijiquan" 
In 2008 ins deutsche übersetzt von Ulrich Meinel